So funktioniert das blueFox System

 
 

Der Ausgangspunkt

Urinale, oder auch als Pissoir bzw. umgangssprachlich auch als ‚Pinkelbecken‘ bezeichnet, gibt es in unterschiedlichen Bauformen vorwiegend auf öffentlichen Toiletten aber auch im privaten Bereich.

Urinale sind in erster Linie für männlicher Nutzer gedacht. Es gibt jedoch Sonderformen, anatomiebedingt für Frauen, und ebenso Unisex Ausführungen. Diese Sonderformen sind keine neuzeitlichen Entwicklungen, obwohl sie zunehmend auf Festivals oder ähnlichen Veranstaltungen anzutreffen sind. Aufgrund ihrer hygienischen und schnellen Benutzung waren sie bereits im 19. Jahrhundert in Japan weit verbreitet. Eine spezielle Bauform, die häufig an stark frequentierten Orten wie z.B. in Diskotheken zu finden ist, stellt die s.g. ‚Pinkelrinne‘ dar.

 

Keramik wird in erster Linie für die Herstellung verwandt und zwar wegen der verhältnismäßig einfachen Reinigung. Ein weiterer Vorteil dieses Materials liegt in der Realisierung kreativer Ideen im Hinblick auf Design und Ausführung.

Edelstahl wird bevorzugt, wenn Vandalismus zu befürchten ist.

 

Neben der vereinfachten Nutzung eines Urinals ist ein Wasserverbrauch von 3 Litern pro Spülung gegenüber der üblichen Wassermenge von 6-9 Litern bei Toiletten aus wirtschaftlicher Sicht und vor allem unter Umweltaspekten von Bedeutung.

 

Neben den benutzerfreundlichen Seiten von Urinalen gibt es auch Schattenseiten:

 

  • Unangenehme Gerüche
    Einlegmatten, Duftsteine und Spender können nur unzureichend die Belästigungen kaschieren, ohne sie effektiv zu beseitigen.
  • Ein hoher Verbrauch von Trinkwasser
    Bei 100 Benutzungen eines Urinals am Tag mit 3 Litern Wasser pro Spülung ergibt sich ein jährlicher Wasserverbrauch von rund 108.000 Litern (100 cbm zu je 5,00 €/cbm).
  • Urinstein blockiert die Abflussleitung
    Der im Wasser gelöste Kalk verbindet sich mit dem Urin zu einer biologisch unlöslichen Verbindung, die in regelmäßigen Abständen mechanisch wie z.B. durch Bohren beseitigt werden muss.

 

 

Ausführungen der Spülung und Reinigung

 

Nach jeder Nutzung ist die am weitesten verbreitete Reinigung herkömmlicher Urinale die Wasserspülung mit 3 Litern Trinkwasser. Ausgelöst wird die Spülung entweder manuell oder durch einen elektrischen Näherungssensor. Unvermeidbar sind Urinspritzer im Randbereich, die von Hand in regelmäßigen Intervallen entfernt werden müssen. Von ihnen gehen die bekannt unangenehmen Gerüche aus.

 

Bekannt sind wasserlose Urinale mit den ebenso bekannten Nachteilen dieser Ausführung. Neben den Urinspritzern verbleiben Urinreste auf der benutzen Oberfläche, wodurch die Probleme der herkömmlichen Urinale noch verstärkt werden. Dies bedingt eine mehrfache manuelle Reinigung pro Tag.

Gemeinsames Merkmal aller rein wasserlosen Urinalen ist, dass sie einen Geruchsverschluss im Abfluss benötigen, da dort eine gewisse Menge restlichen Urins verbleibt und für erhebliche Geruchsbelästigung sorgt. Angeboten zur Lösung dieses Problems werden mechanische Einrichtungen z.B. mit Membranen aber in erster Linie mit Sperröl, durch das der Urin hindurchfließt und anschließend wieder eine geschlossene Oberfläche bildet. Beides sind kostenintensive Lösungen aufgrund ihres Materials und der anspruchsvollen Wartung.

Die Wasserersparnis dieser Ausführung kompensiert nicht die Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Urinalen. Hier liegt auch der Grund für die geringe Durchdringung des Marktes für Urinale.

 

Der Ansatz

Das nahezu wasserlose oder Hybrid-Urinal, vereint die Vorteile der bestehenden Ausführungen jedoch unter Vermeidung der bekannten Nachteile und Probleme. Möglich wurde dies durch eine zweijährige Entwicklung mit Hilfe moderner Biotechnologie und erprobter biochemischer Verfahren. Um eine sichere Funktion über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten, war es ebenso erforderlich, die Kunststoffkapsel für den Lebensraum der Mikroorganismen entsprechend zu gestalten. Das Ergebnis dieser Entwicklungsarbeit von Biologen, Biochemikern und Ingenieuren führte zu mehreren deutschen und internationalen Patentanmeldungen.

 

Die Lösung

  • Wasserersparnis von rund 100.000 Litern pro Urinal im Jahr. Man spricht von einem nahezu wasserlosen Urinal, da täglich zur Reinigung eine Spülung oder bei sehr starker Benutzung zwei Spülungen vollkommen ausreichen. (2 Spülungen x 3 Liter = 6 Liter x 365 Tage = 2,2 cbm)
    Die Spülvorgänge lassen sich einfach über eine Zeitschaltuhr steuern.
  • Speziell für diesen Zweck adaptierte natürlich vorkommende Mikroorganismen bauen mit Ihren Werkzeugen, den Enzymen, den Ursprung der Geruchsbelästigung nämlich Urin und Ammoniak ab. Ammoniak entsteht als Stoffwechselprodukt des Harnstoffs. Somit erfolgt neben einer gründlichen Reinigung eine sichere Geruchskontrolle.
  • Die gleichen Mikroorganismen können auch als Grundlage eines flüssigen Reinigers für das Urinalbecken und dessen Randbereiche wie z.B. für Wand- und Bodenfliesen dienen. Eine einmalige Reinigung am Tag unterstützt perfekt die bereits im Urinal wirkenden Mikroorganismen.
  • Zur weiteren Anwendung kommen eben diese Mikroorganismen in einem verdünnten Reiniger als Wischwasser für den gesamten Sanitärbereich. Hierdurch entsteht im gesamten Bereich ein angenehm frisches Raumklima.
  • Dem Problem der verstopften Abflussleitung rücken zusätzliche säurebildende Mikroorganismen zu Laibe. Sie lösen den harten Urinstein in den Leitungen kontinuierlich an und verhindern gleichzeitig eine Neubildung. Ein schnell wirkender Zuschlagstoff intensiviert die Reinigung und unterstützt die Mikroorganismen. Rückstände können ggf. problemlos ausgespült werden.
  • Ein weiterer entscheidender Vorteil diese Systems liegt darin, dass bei der Umstellung vom wassergespülten auf ein nahezu wasserloses Urinal keine Investitions- und Umbaukosten anfallen. Notwendig ist ausschließlich, die Kapsel mit dem Mikroorganismen-Würfel in das Urinalbecken zu legen und die Wasserspülung auszuschalten.

 

 

 

Weitere Themen: Urinal reinigen | Wasserlose Urinale | Urinstein entfernen